Solch eine Operation wird meist in "Plexusanästhesie" durchgeführt. Das bedeutet, dass der im Bereich der Achselhöhle liegende, zuständige Nerv, mit einer Injektion betäubt wird. Es wird jedoch, je nach Wunsch des Patienten, auch in Vollnarkose oder Lokalanästhesie operiert.
Die Operation selbst wird in Blutleere durchgeführt. Das heisst, es wird, ähnlich wie beim Blutdruckmessen, eine Manschette um den Oberarm gelegt und aufgepumpt. Zunächst wird die Sehnenscheide freigelegt. Dabei muss der Nerv geschont werden, der über der Sehnenscheide im Fettgewebe verläuft. Er ist zuständig für die Berührungsempfindlichkeit an der Streckseite des Daumens und des Zeigefingers. Wird er geschädigt, kommt es zu Taubheitsgefühlen in diesem Bereich.
Anschließend wird die Sehnenscheide längs gespalten. Das hat den Effekt, dass der Innendurchmesser der Sehnenscheide erweitert wird und die Sehne wieder frei gleiten kann.
In der im Film gezeigten Operation liegt zusätzlich eine Entzündung und Verdickung des die Sehne ernährenden Bindegewebes vor. Hier handelt es sich um das sogenannte Synovialgewebe. In diesem Fall muss auch das entzündete Synovialgewebe entfernt werden.
Die Operation kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. |